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Zu Beginn der 70er Jahre mussten viele deutsche Tageszeitungen
ihr Erscheinen einstellen - eine außerordentlich beunruhigende
Situation. In Aachen einigten sich die Verleger deshalb auf ein
überzeugendes Konzept: das "Aachener Modell"
- eine Idee, die aus unternehmerischem Weitblick entstand. Die
beiden Zeitungen, so entschieden die Herausgeber von Aachener
Volkszeitung und Aachener Nachrichten im Januar 1975, sollten
weiterhin völlig eigenständig bleiben; zwei voneinander absolut
unabhängig arbeitende Redaktionen, deren inhaltliche Ausrichtung
und Schwerpunkte nicht angetastet wurden. Der Anzeigenteil und
die Administration wurden zusammengelegt, die technischen Anlagen
sowie der Vertriebsapparat gemeinsam genutzt; im Mai 1975 war
der Zeitungsverlag Aachen aus der Taufe gehoben.
Im Jahr 2003 stellten sich die beiden Tageszeitungen einer neuen
Herausforderung. Die wirtschaftliche Entwicklung der Tageszeitungen
in Deutschland machten auch bei den Aachener Zeitungen Schritte
unausweichlich, die Existenz der beiden Tageszeitungen zu erhalten.
Das neue Konzept
soll deutliche Einsparungen, aber auch spürbare publizistische
Verbesserungen ermöglichen. Realisiert wurden konkurrierende politische
und regionale Mantelseiten in allen Ausgaben sowie getrennte Lokalteile
in Aachen, Düren und Alsdorf. Informationen aus Sport, Wirtschaft
und Kultur sowie vermischte Meldungen sind in beiden Zeitungen
identisch. Die Lokalredaktionen in den übrigen Ausgaben wurden
zusammengelegt.
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